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Raum zum Nachdenken

Dieser kurze Text ist eine Ode an Sprint Rooms. Während wir uns viele Gedanken über die Tools machen, die wir täglich nutzen, haben wir hier bei WONDROUS gleichzeitig darüber diskutiert, wie sich unsere Büroräume anpassen müssen, um Veränderungen zu ermöglichen.

Lesezeit 3 min

Portrait of Peter Whinyates
by  Peter Whinyates

Ein offener Arbeitsbereich

Grossraumbüros haben zwar durchaus ihre Vorzüge, aber auch viele Nachteile. Es gibt viele Gründe, warum ein Projekt erfolgreich sein wird. Wenn man in der Lage ist, eine Umgebung zu schaffen, in der sich alle Parteien sicher genug fühlen, um Risiken einzugehen, wird ein Projektteam schneller in der Lage sein, sich sicherer zu fühlen. Dies wird eine Konversation mit grösserer Vielfalt erleichtern. Psychologische Sicherheit kann ein sehr realer Grund sein, warum ein Projekt erfolgreich sein kann oder nicht.

Der Mythos des offenen Raums


Der Einfluss von Open Workspace auf die menschliche Zusammenarbeit hat dazu geführt, dass die menschliche Interaktion zwar abnimmt, E-Mails und Textnachrichten jedoch rapide zunehmen. Mit all den monetären Vorteilen, die ein offener Arbeitsbereich mit sich bringt, gibt es viele Gründe, einen vielfältigeren Arbeitsbereich zu schaffen. Es gibt keine "Einheitslösung" für Büroräume. Nicht nur der Umfang der Zusammenarbeit ist rückläufig, sondern auch die Qualität der Zusammenarbeit. Das ist eine schlechte Nachricht für uns. Wir investieren nicht nur Ressourcen in unsere Mitarbeiter in der Hoffnung, kollektive Intelligenz zu schaffen, wir müssen auch in die Erleichterung dieses Prozesses investieren, was bedeutet, dass unsere Arbeitsräume dies widerspiegeln müssen.

Anpassen. Oder nicht anpassen

Die Art und Weise, wie wir arbeiten, verändert sich schnell. Unsere Arbeitsumgebungen müssen sich entsprechend verändern.

Wie können wir als digitales Kreativstudio agil genug bleiben, um uns kontinuierlich an die sich ändernden Bedürfnisse und Anforderungen unserer Kunden anzupassen? Ein Standard-Mietvertrag hat in der Schweiz eine Laufzeit von 5 Jahren - eine lächerlich lange Zeit in der heutigen, sich ständig weiterentwickelnden Landschaft. Wie können wir unsere Büros so einrichten, dass sich unsere Infrastruktur an die sich verändernden Anforderungen unserer Kunden anpasst?

Jake Knapp von Google Ventures schrieb darüber, wie War Rooms ein integraler Bestandteil von Design Sprints sind. Das trifft sicher auch auf Start-ups zu. Hier bei WONDROUS haben wir jedoch ein etwas anderes Setup und unsere Kunden haben andere Bedürfnisse - die Ergebnisse, nach denen wir suchen, haben sicherlich Ähnlichkeiten, aber wir stellen gerade fest, dass der Weg dorthin ein anderer ist.

Ein Raum zum Nachdenken  

Auf einer kürzlichen Reise nach London mit unserem Gründer Michael, stolperten wir über ein Juwel von einem Pub namens Fox and Anchor. Im hinteren Teil des Pubs gibt es eine Sammlung von kleinen Räumen, die aber Teil des Hauptraums sind. Diese Räume innerhalb des Raumes werden Snugs genannt. Anscheinend gab es eine Zeit, in der es für Frauen verpönt war, in der Öffentlichkeit Alkohol zu konsumieren - so wurden diese kleinen privaten Räume erdacht - Damen (oder Polizisten oder Priester) konnten diskret eintreten, die Tür schliessen und ein oder zwei Schlückchen geniessen. Mir wurde versichert, dass diese Räume immer noch regelmässig für ein freches Pint in der Mittagspause genutzt werden, oder von CEOs und Prominenten, die nicht gesehen oder gehört werden wollen.

Intimität ist wichtig.

Wer gewinnt?

Obwohl es sicherlich viele Nachteile von Open Space-Büros gibt, werden sie definitiv nicht so bald verschwinden. Unsere Teams brauchen Raum, um zusammenzuarbeiten, Ideen zu entwickeln, sich auszutauschen und gemeinsam etwas zu schaffen. Wir brauchen auch Räume, um zu konspirieren, zu denken, Sprach- und Videotelefonate zu führen, uns mit unseren Kunden zu treffen und gemeinsam etwas zu schaffen. Wir brauchen War Rooms, Design Sprint Rooms, Konferenzräume und wo zum Teufel stellen wir die Tischtennisplatte und die Gemeinschaftsküche hin? Wir haben das Glück, unsere Heimatstadt mit einer international renommierten Möbelfirma zu teilen - die ebenfalls stark in die Zukunft des Arbeitsplatzes investiert. Unsere Anforderungen jetzt sind vielleicht nicht die gleichen wie in 12 Monaten, weshalb wir das Glück haben, diesen Prozess direkt mit ihnen zu besprechen. 

Eines wissen wir aber mit Sicherheit: Wir werden auf jeden Fall Räume zum Nachdenken und Ideensammeln schaffen müssen. Vielen Dank an das Fox & Anchor Pub für die Inspiration - dies war sicher nicht das erste und letzte Mal, dass jemand eine Erleuchtung in einem gemütlichen Lokal hatte. Vielen Dank auch an Vitra für die Zusammenarbeit mit uns.

Dranbleiben für Updates zu unserem Arbeitsbereich der nächsten Generation.


About the author

This is Peter

Sometimes you eat the bear, and sometimes, well, he eats you.

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