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Mein erstes Jahr als IMD Lehrling

August 2016 habe ich die Ausbildung begonnen. Jetzt habe ich mein erstes Jahr fast schon hinter mir.

Lesezeit 2 min

by  Jarina Lochmann

Zuerst werde ich vorstellen, was ich mache.

IMD bedeutet Interactive Media Designer. Seit 2014 kann man in der Schweiz 4 Jahre lang die Fähigkeiten eines IMDs erlernen. Ich lernte und lerne verschiedene Tools, Typografie, Interaktives Design, Webdesign, Fotografie, Animation, Coding (HTML 5, CSS und JavaScript), Semiotik und mehr. Es ist wie der Lehrling Grafikdesigner, nur eben digital und auf Interaktion basierend. Ich arbeite zur Hälfte in einer Firma und gehe zur Hälfte in die Schule.

In diesem Jahr habe ich in der Schule erst einmal die Grundlagen des Designs gelernt, wie das Studium der Farben, des Zeichnens und der Geschichte des Designs. Auf der Arbeit habe ich kleine Praktikumsprojekte wie Visitenkarten und Poster gemacht. Ich habe nicht nur an digitalen Produkten gearbeitet. Eigentlich mag ich die Arbeit mit Printprodukten nicht, aber es war eine gute Abwechslung. Nach diesem Projekt habe ich angefangen, an Kundenprojekten zu arbeiten.

Meine Erfahrung und Erkenntnis

Ich bin von mir selbst überrascht, dass ich den großen Unterschied von 13 Wochen Urlaub zu 5 Wochen Urlaub nicht sehr bemerkt habe. Durch den Wechsel von Schule und Arbeit, waren die Wochen abwechslungsreich und schnelllebig. Manchmal erkenne ich erst, was ich gelernt habe, wenn ich mit Menschen spreche, die nicht aus dieser Branche kommen. Für mich sind manche Worte einfach klar und normal, die für sie sind wie "Was ist das? Kannst du mir das erklären?". Ich erkenne nicht wirklich, was ich in diesem Jahr gelernt habe. Man hört zum Beispiel ein Wort zu einem bestimmten Zeitpunkt zum ersten Mal, und beim zweiten Mal ist es einfach normal und es ist natürlich, das zu benutzen. Für mich war es ein großer Sprung zwischen dem Schulalltag und der Arbeit in einem Büro mit nur älteren, erwachsenen Menschen. Eine komplett andere Umgebung. Aber mir gefällt die Arbeit im Büro total besser als das stille Sitzen in der Schule. Man hat mehr Freiheiten und man ist ein vollwertiger Teil einer Gruppe und nicht nur ein kleiner dummer Schüler. Das gilt für die Regelschule, nicht für die Berufsschule. Die Berufsschule, die ich besuche, ist anders. Wir sind nur eine kleine Klasse mit 4 Leuten. Es ist nicht wie das normale Schüler-Lehrer-Verhältnis. Es ist mehr ein gemeinsames Arbeiten an einem Projekt, als nur dem Lehrer zuzuhören, der etwas erzählt.

Die Schule


Die Schule basiert auf Projekten und einem kleinen Teil Theorie. Es ist Lernen im Tun. Die meisten Fächer dauern einen halben Tag. Das ist perfekt, man hat genug Zeit, um sich mit einem Thema zu beschäftigen. Für mich könnte die Schule mehr Zeit in die Theorie investieren. Das Projekt nimmt einen zu grossen Teil der Ausbildung ein. Auch wenn die Theorie sehr trocken und manchmal langweilig ist, könnte ich viel mehr im Detail lernen. Mir gefällt der Informationsaustausch mit den anderen Studenten aus anderen Unternehmen.

Alles in allem


An dieser Stelle habe ich nun mein erstes Jahr gemacht. Ich habe im letzten Jahr viel gelernt und hatte eine tolle Zeit. Ich freue mich schon auf das nächste Jahr. Ich bin mir sicher, dass es eine tolle Zeit sein wird!


About the author

This is Jarina

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